Kann der Handwerker bei Wärmepumpen kleiner 20 kW mittlerweile schon auf eine Reihe gut ausgearbeiteter Hydraulik-/Schaltschemen und Einbauempfehlungen zurückgreifen, sei es vom Hersteller oder von Organisationen wie dem BWP e. V. (z.B. Ratgeber Hydraulik) oder VDI (4645), so ist der Planer von Großwärmepumpen immer noch vermehrt auf die Herstellerexpertise angewiesen. Es gibt sehr viel Fehlerpotenzial beginnend schon in der Entwurfsphase bis hin zum Betrieb der Anlage, wie in den folgenden Beispielen (sicher gibt es noch mehr!):
- Gleichzeitige Heiz- und Kühlprozesse nicht für die Effizienzverbesserung nutzen
- Wahl zu niedriger Kaltwassertemperaturen (Klimakälte)
kleiner 12 °C - Zu hohe Vorlauftemperaturen bei gleichzeitig niedriger Wärmequellentemperatur im Heizbetrieb
- Zu kleine oder falsch dimensionierte Pufferspeicher
- Betrieb ungeregelter Pumpen und Kreisläufe
- Verzicht auf gleitende Regelung der Vorlauftemperaturen
- Stufige Verdichterleistungsregelung anstatt stufenlose gleitende Prozessführung
- zu komplexe Hydraulikschemen, die regelungstechnisch nur schwer beherrschbar, geschweige denn durchschaubar wären
- Ausnutzung des vorliegenden Potenzials der Wärmepumpennutzung nur auf Grundlage theoretisch ermittelter COP/EER festlegen und kein begleitendes Monitoring der Anlagen einplanen
- Bei der Wahl des Kältemittel nur auf niedrigen GWP achten. Es stehen für nahezu jede Anwendung Kältemittel mit entsprechend angepassten Eigenschaften heute schon zur Verfügung!
Sollten Sie zu einzelnen Punkten mehr wissen wollen, so steht es Ihnen frei, mich über die bestehenden Kanäle – auch direkt – zu kontaktieren. Jeder Punkt für sich wäre schon einen eigenen Beitrag wert.
Feedback ist ausdrücklich erwünscht!
